Utopie oder Dystopie? Dialektik des Transhumanismus: zwischen ›toxischer Positivität‹ und Antiquiertheit des Menschen

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Fecha
11/2025
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Das Argument
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ISSN
0004-1157
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Idioma
Alemán
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Resumen
Trotz des begrifflichen Chaos und der terminologischen Anarchie, die die gesamte Diskussion kennzeichnen, ist es möglich, eine klare Trennlinie zwischen Transhumanismus und Posthumanismus zu ziehen. Der Posthumanismus ist, bis auf einen schwachen Widerschein außerhalb der Universitäten, in erster Linie ein akademisches Programm, das mit der poststrukturalistischen Philosophie und der Diagnose einer Krise des Humanismus verbunden ist. Der Posthuman Turn im Rahmen einer langen Reihe kultureller Wendungen sowie der Aufstieg der Posthuman Studies als ›disziplinäres Feld‹ können als typische Ausdrucksformen einer umfassenden Akademisierung des Denkens verstanden werden, die wir seit einem halben Jahrhundert beobachten und die eines der markantesten Identitätszeichen der für die neoliberale Phase des Kapitalismus charakteristischen »kulturellen Logik« (Jameson) darstellt. Nietzsche und Foucault werden kaum überraschend als die Gründerväter des Posthumanismus genannt, obwohl auf der Suche nach einer legitimierenden Verwandtschaft auch die Namen von Marx und Freud fallen. Der konkrete Ausgangspunkt, zumindest was die Verwendung des Begriffs Posthumanismus betrifft, ist jedoch Ihab Hassans Artikel »Prometheus as Performer: Towards a Posthumanist Culture?« (1977).
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