Die entkräftung des hispanoamerikanischen konstitutionalismus

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Fecha
01/2010
Editorial
Klostermann
Revista
Rechtgeschichte
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ISSN
eISSN
0556-5960
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Idioma
Alemán
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Resumen
Als Rechtshistoriker und Rechtswissenschaftler, der die juristische und politisch-kulturelle Realität in Hispanoamerika mit offenen Augen verfolgt,1 mag man mit Freude an Studien zum Konstitutionalismus arbeiten; mir scheinen freilich besonders jene sehr wichtig, die jenseits von dogmatischem Stil und Apologetik mit dem allgemeinen Konformismus brechen und den Versuch wagen, die Realität hinter dem institutionellen Schein zu verstehen und die Fehlschläge des Nationalstaates oder, direkter noch, die Enttäuschung der Erwartungen der Unabhängigkeitsbewegungen bei der Schaffung einer modernen institutionellen Organisation zu erklären. Bartolomé Clavero, um an einen unter vielen zu erinnern, hat sich in diesem Zusammenhang voller Intuition und Beklemmung auf die »konstitutionellen Verpflanzungen und Zurückweisungen« bezogen, die seiner Ansicht nach »den Beweis für ein Scheitern« darstellen und gleichzeitig »Zeugnis einer Sturheit« ablegen.
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